Freitag, 1. Juni 2012

Mousse au chocolat

Mousse au chocolat ist für mich eine Königin unter den Desserts. Viele scheuen den Aufwand, aber wenn man es mal gemacht hat, wird man merken, dass es gar nicht so schlimm ist und das Ergebnis fantastischer ist als jedes Fertigprodukt. Vergesst also Pulver zum Einrühren oder fertige Mousse in Plastikbechern und ab in die Küche!



Mousse au chocolat

für 4 Portionen

125 g Kuvertüre, weiß, vollmilch oder dunkel
50 ml Milch
1 Ei
20 g Zucker
125 ml Sahne oder Schlagsahneersatz

Die Kuvertüre über dem heißen Wasserbad schmelzen. In der Zwischenzeit das Ei trennen, das Eiweiß mit der Hälfte des Zuckers steif schlagen und kalt stellen. Ebenso die Sahne (ohne Zucker) steif schlagen und kalt stellen.
Das Eigelb mit dem restlichen Zucker über dem dampfenden Wasserbad schaumig aufschlagen. Das Wasser darf nicht kochen und die Schüssel nicht das Wasser berühren, sonst wird die Schüssel zu heiß und das Eigelb stockt.
Die Milch erhitzen und mit der geschmolzenen Kuvertüre verrühren, das aufgeschlagene Eigelb zufügen und die Masse in einem kalten Wasserbad kalt schlagen.
Nun erst das Eiweiß, dann die Sahne unterheben. Im Kühlschrank für mindestens 4 Stunden abgedeckt kalt stellen. Entweder lässt man die komplette Mousse dafür in der Schüssel und sticht mit einem nassen Löffel Nocken ab, oder portioniert die Mousse vor dem kalt stellen in Dessertschüsselchen.

Ich habe zwei Sorten Mousse gemacht und mit Spritzbeuteln in kleine Gläser gefüllt. Wenn man das zu zweit macht und einer beim Einfüllen das Glas dreht, bekommt man ein dekoratives Wirbelmuster.

Vanille-Estragon-Eis mit grünem Pfeffer auf Erdbeeren

Es ist Erdbeerzeit. Im allgemeinen genießen wir die süßen Früchte gern auf Kuchen, mit Sahne auf Waffeln, mit Zucker bestreut oder ganz pur. Man kann Erdbeeren aber auch mit ganz aufgefallenen Zutaten kombinieren. Zum Beispiel mit grünem Pfeffer und Estragon.



Vanille-Estragon-Eis mit grünem Pfeffer auf Erdbeeren

für 4 Personen

10-12 mittelgroße Erdbeeren
4 EL Vanilleeis
Estragon, frisch
grüner Pfeffer, frisch gemahlen

Die Erdbeeren waschen, vierteln und in Schälchen oder Gläser füllen. Etwa einen EL voll Estragonblätter hacken und zusammen mit dem Vanilleeis kurz pürieren. Auf jede Portion Erdbeeren einen Löffel Eis setzen und mit grob gemahlenem, grünem Pfeffer bestreuen.

Regenbogen im Glas


Einer meiner besten Freunde hatte gestern Geburtstag. Ich finde gekaufte Geschenke ja ein bisschen langweilig und gerade für besonders gute Freunde mache ich Geschenke lieber selbst. Und womit könnte man jemandem eine größere Freude machen als mit einem Regenbogen im Glas?



Regenbogen im Glas

für 1 Portion

für den Teig
120 g Butter oder Margarine
20 g Vanillezucker
110 g Zucker
3 Eier
240 g Mehl
2 TL Backpulver
4 EL Milch
1 Prise Salz
Lebensmittelfarbe in rot, orange, gelb, grün, blau und violett

für das Topping
125 ml Milch
10 g Puddingpulver Vanille
25 g Zucker
65 g Butter
bunte Zuckerstreusel

Den Ofen auf 180 °C vorheizen.
Die Butter mit Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen, dann nach und nach die Eier unterrühren. Mehl und Backpulver miteinander mischen und löffelweise abwechselnd mit der Milch unter den Teig rühren.
Den Teig auf 6 Schüsseln verteilen und jede Portion in einer anderen Farbe einfärben. Ich habe dafür geschmacksneutrales Färbepulver verwendet, ein komplettes Tütchen pro Teigportion.
Den Deckel und die Metallhalterung eines Einmachglases mit 750 ml Fassungsvermögen abnehmen. Den Teig in folgender Reihenfolge in das Glas füllen: Violett, blau, grün, gelb, orange, rot.
Eine Auflaufform mit Wasser füllen, das Glas hineinstellen und alles zusammen für ca. 60 min in den Ofen schieben.
Den Kuchen gut auskühlen lassen. Der Teig wird sich über die Öffnung gewölbt haben. Diesen "Berg" schneiden wir nach dem Abkühlen ab und schaben mit einem Löffel etwas von dem Kuchen heraus, um Platz fürs Topping zu machen.

100 ml Milch in einem Topf erhitzen. In 25 ml Milch Vanillepuddingpulver und 10 g Zucker auflösen und unter Rühren in die kochende Milch geben. Den Pudding gut abkühlen lassen.
Die weiche Butter mit 15 g Zucker schaumig schlagen, dann den kalten Pudding unterrühren. Die Creme mit einer Spritztüte auf den Glaskuchen geben. Mit Zuckerstreuseln bestreuen, den Deckel wieder anbringen und verschenken.

Man isst diesen Kuchen am besten mit dem Löffel.

Sonntag, 27. Mai 2012

Linguine mit Pesto Genovese

Pesto gibt es in vielen Varianten im Glas zu kaufen. Das bekannteste ist wohl das grüne Basilikumpesto, Pesto Genovese. Aber diese Köstlichkeit lässt sich zu Hause total einfach herstellen, ohne großen Aufwand und mit frischen, aromatischen Zutaten. Das fertige Produkt lässt sich im Glas mehrere Monate lagern und schmeckt als Brotaufstrich, auf Sandwiches, als Dip, in Salaten und natürlich zu Pasta in jeglicher Form.



Pesto Genovese

100 g Basilikum, frisch
100 g Petersilie, frisch
15 g Pinienkerne
5 Knoblauchzehen
15 g Pecorino
50 ml Olivenöl
Salz
Pfeffer

Die Kräuter waschen und gut trocknen. Es darf kein Wasser ins Pesto gelangen, wenn wir es lagern wollen.
Die Kräuter, die Pinienkerne, die geschälten Knoblauchzehen und den frisch geriebenen Pecorino in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab pürieren. Das Olivenöl einrühren und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Das fertige Pesto in ein Glas füllen. Etwas Olivenöl aufgießen, so viel, dass das Pesto komplett bedeckt ist. Mit einem Schraubdeckel gut verschließen, so hält es sich im Schrank viele Monate.

Diese Menge reicht für mindestens 5 Portionen Nudeln mit Pesto.


Linguine mit Pesto Genovese

für 2 Personen

250 g Linguine
etwas Nudelkochwasser
2 EL Pesto Genovese
1 EL Pecorino

Die Nudeln wie auf der Packung angegeben kochen. Beim Abgießen etwas Nudelwasser auffangen.
Die Linguine in eine Pfanne geben und mit Pesto und einem Schuss Nudelwasser vermengen. Mit etwas geriebenem Pecorino bestreuen und sofort genießen.

Cure by chocolate

Es gibt Tage, an denen geht es einem einfach nur schlecht. Vielleicht wurde man von jemandem geärgert, hatte einen Streit oder Liebeskummer. Das Heilmittel gegen diese Schmerzen ist mein Cure by chocolate-Kuchen. Ein Stück und das Strahlen ist nicht mehr aus dem Gesicht zu bekommen!
(Er schmeckt allerdings auch ohne Kummer ganz hervorragend, wir haben ihn heute zum Beispiel einfach als Dessert zu einem tollen Sommerpicknick genossen ;o) )



Cure by chocolate

für 8 Stückchen

für den Kuchen
125 ml heißes Wasser
1 EL Sahne(ersatz)
150 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
120 g Butter oder Margarine
100 g Zartbitterschokolade
10 g Kakao
1 Ei
125 g Mehl
1 TL Backpulver
50 g Edelvollmilchschokolade (35% Kakao oder höher)
4 Oreo-Kekse

für die Glasur (Ganache).
75 ml Sahne(ersatz)
40 g Butter
90 g Schokolade (Edelvollmilch, Zartbitter oder halb/halb)

für die Deko
4 Oreo-Kekse

Den Ofen auf 180 °C vorheizen.
Wasser, Sahne(ersatz), Zucker, Vanillezucker, Kakao, Zartbitterschokolade und Butter/Margarine in einen Topf geben und unter Rühren erhitzen, bis Schokolade und Butter/Margarine geschmolzen sind. Ich nehme immer fettarme Butter oder Margarine mit maximal 25% Fett zum Backen. Der Schokoladenkuchen wird dadurch sehr saftig und man spart Fett und Kalorien.
Die Masse lauwarm abkühlen lassen und in eine Rührschüssel umfüllen. Mit dem Mixer das Ei unterrühren. Mehl und Backpulver gut miteinander mischen und nach und nach in den Teig rühren.
Die Vollmilchschokolade und die Oreo-Kekse grob hacken und unter den Teig heben.
Eine kleine Springform mit 18 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen und den Teig hineingeben. Im vorgeheizten Backofen 45-60 min backen (zwischendurch die Stäbchenprobe machen!).

Wenn der Kuchen abgekühlt ist, überziehen wir ihn mit der Ganache. Hierfür die Sahne/den Sahneersatz in einem Topf zum Kochen bringen, von der Flamme nehmen und die Butter und die Schokolade darin schmelzen. Den Kuchen damit überziehen und in die noch flüssige Granache 8 halbe Oreo-Kekse zur Deko drücken.
Die Ganache wird fest, aber nicht hart und schmeckt sehr zart. Außerdem läuft sie nicht fleckig an.

Für die Ganache nehme ich bisher immer normale Butter, werde aber noch einen Versuch mit fettreduzierter Butter wagen und euch davon berichten. ;o)

Kalorienangaben folgen.

Gazpacho

Ein Mittagessen muss nicht immer warm sein. Gerade an heißen Tagen möchte man lieber etwas kühles genießen.
Gazpacho ist eine italienische, kalte Tomatensuppe, die nicht nur wunderbar schmackhaft, gesund und kalorienarm ist, sondern, eiskalt serviert, eine willkommene Erfrischung an einem sonnigen Sommertag ist.



Gazpacho

für 4 Personen

1 Paprika
1 Stück Salatgurke (etwa 1/4)
250 g Cocktailtomaten
1 Knoblauchzehe
1 kleine Zwiebel
125 ml Gemüsebrühe
375 ml passierte Tomaten
25 ml Balsamico bianco
Salz
Pfeffer

Die Paprika waschen, entkernen und grob würfeln. Die Gurke schälen und in Stücke schneiden, die Tomaten halbieren, die Zwiebel schälen und achteln, die Knoblauchzehe schälen und halbieren. Alles in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab fein pürieren. Gemüsebrühe, passierte Tomaten und Balsamico zufügen, alles miteinander vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Für einen leichten Schärfekick eine kleine Chili hinzufügen und mitpürieren.

Dazu schmeckt Knoblauchbrot (eine Scheibe Toast/Baguette/Ciabatta mit gehacktem Knoblauch und etwas Olivenöl bestreichen und kurz im Ofen rösten).

Spargelauflauf

Nachdem ich euch die klassische Sauce Hollandaise vorgestellt habe, ist nun ein anderer Klassiker aus der Spargelzeit an der Reihe: Ein leckerer Auflauf mit Kartoffeln. Und das auch noch ohne schwere Sahne und fetten Käse!



Spargelauflauf

für 2 Personen

500 g Spargel
1 TL Zucker
1 TL Salz
1 TL Butter
450 g Kartoffeln
300 ml Spargelwasser (Kochwasser vom Spargel)
1 TL Brühepulver
1 EL Butter
1 EL Mehl
75 ml Sahneersatz oder Kondensmilch
60 g fettarmer Käse
Salz
Pfeffer
Muskat

Den Ofen auf 200 °C vorheizen.
Die Kartoffeln ungeschält in Salzwasser garen, pellen und in Scheiben schneiden. Den Spargel schälen, in etwa 3 cm lange Stücke schneiden und in kochendem Wasser zusammen mit je 1 TL Zucker, Salz und Butter kochen, bis er gar ist (ca 15 min). Vom Kochwasser 300 ml auffangen und beiseite stellen.
Die Kartoffeln in eine Auflaufform schichten, dann die Spargelstücke darüber verteilen.
In einem Topf einen EL Butter schmelzen und das Mehl darin anschwitzen. Nach und nach das Spargelwasser angießen und so lange rühren, bis die Sauce leicht andickt. Das Brühepulver und den Sahneersatz/Kondensmilch einrühren, den Käse reiben oder fein würfeln und in der Sauce schmelzen. Alles mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen, in die Auflaufform gießen und den Auflauf für ca 40 min in den Ofen schieben.